Prävention von sexuellem Missbrauch im Sportverein
durch die systematische Einführung eines Schutzkonzeptes verbessern

 

Gemeinsam den Schutz von Kindern und Jugendlichen in unserem Verein verbessern.

Informationen für alle im Sportverein Engagierte, denen der Schutz der Kinder und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt ein Anliegen ist.

Nachdem immer mehr bekannt wurde, dass es auch in Sportvereinen zu sexualisierter Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen kommt, wurde bereits 2010 vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) festgelegt, dass alle Vereine den Schutz vor sexuellem Missbrauch verbessern sollten. Im März 2016 beschlossen der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung (UBsKM) Wilhelm Rörig und  der DOSB sowie die Deutsche Sportjugend (dsj) die Verbreitung von Schutzkonzepten in Sportvereinen zu befördern.

Das „Kinderschutzsystem“ setzt genau dort an, wo Vereine möglicherweise an ihre Grenzen stoßen. Es reicht heute nicht mehr aus, ein polizeiliches Führungszeugnis von Trainern*innen einzuholen. Es braucht einen umfassenderen Ansatz! Dafür wurde von der Präventionsfachstelle AMYNA e.V. und der Stiftung Hänsel&Gretel das „Kinderschutzsystem im Sport“ https://kinderschutzsystem.de/home/unser-system/) entwickelt. Im Rahmen dieses Ansatzes wird ein Team, bestehend aus einer Trainerin bzw. einem Trainer, einem Elternteil und wenn möglich zwei Jugendlichen (Mädchen/Junge) je Sportverein, geschult. Diese wirken als Ansprechparter*innen in ihrem Verein und bilden das „Schutzteam“.

Fachkräfte aus ganz Deutschland wurden geschult, um das Kinderschutzsystem in ihrer Kommune umzusetzen. So auch zwei Mitarbeiterinnen der Tima e.V.

Die einzelnen Schritte:

Wenn Sie sich in Ihrem Verein für das „Kinderschutzsystem“ interessieren nehmen Sie in einem ersten Schritt zunächst Kontakt mit uns auf (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Tel 07071/763006). Unsere Mitarbeiterin Petra Sartingen vereinbart mit Ihnen einen Termin für ein erstes Gespräch und gibt Ihnen schon am Telefon umfassende Informationen.

Der zweite Schritt ist die Durchführung einer Informationsveranstaltung für alle Interessierten im Verein. Dabei bekommen Sie Informationen zu sexualisierter Gewalt, Täterstrategien und Möglichkeiten zum Schutz der Kinder und Jugendlichen sowie zum genauen Aufbau des Kinderschutzsystems. Danach entscheiden Sie im Verein, ob Sie in eine längerfristige Kooperation einsteigen wollen.

Falls das der Fall ist folgt der dritte Schritt: das Dreier- bzw. Viererteam wird gebildet. Dieses Team erhält zusammen mit Teams aus 3 bis 5 weiteren Vereinen eine zweitägige Schulung zum Thema Schutz und Prävention vor sexualisierter Gewalt und dazu, was die Aufgaben der Teammitglieder sind.

Nun geht es in einem vierten Schritt in die Umsetzung: mit Hilfe eines Handbuchs machen sich die Teammitglieder daran, die erforderlichen Maßnahmen in Ihrem Verein in die Wege zu leiten. Dies wird von uns, der Präventionsfachstelle Tima e.V., fachlich begleitet. Dazu treffen sich die Teammitglieder innerhalb von 6 Monaten noch weitere vier Male zu Coachingterminen mit Ihrer Ansprechpartnerin der TIMA e.V..

Nun steht das Kinderschutzsystem und der Verein kann mit Recht stolz darauf sein, in Sachen Kinderschutz ein vorbildliches und umfassendes Konzept umsgesetzt zu haben.

Wenn Sie sich dafür interessieren, finden Sie auf der homepage www.kinderschutz.de ausführlichere Informationen. Oder Sie rufen uns an oder schreiben uns. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen.

Lassen Sie uns vorangehen und gemeinsam ein Zeichen

für mehr Kinderschutz im Sportverein setzen!

 

Ansprechpartnerin:

Petra Sartingen
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
07071/763006